Stolperfallen in der Mitarbeiterefragung umgehen

Mitarbeiterbefragungen können mehr als nur ein Stimmungsbild liefern: Sie sind ein wichtiges Instrument, um Unternehmen für die Zukunft fit zu machen. Bei Mitarbeiterbefragungen gibt es jedoch immer wieder typische Fehler, weil die entsprechende Erfahrung fehlt.

Fragebögen nur in der deutschen Sprache

Ausländische Mitarbeiter sprechen zwar oftmals gut Deutsch, aber mit dem Lesen gibt es noch Probleme. Daraus ergibt sich, dass die ausländischen Mitarbeiter manche Fragen nicht verstehen und alles positiv ankreuzen. Das Ergebnis wird somit unbrauchbar.

Fragebögen aus dem Internet

Im Internet gibt es verschiedene Anbieter kostenloser Fragebögen, die angeblich ohne Aufwand heruntergeladen und gedruckt werden können. Für eine erfolgreiche Mitarbeiterbefragung sind nicht nur irgendwelche Fragen wichtig, sondern die richtigen Fragen.

Anonymität

Wenn die Mitarbeiter auch nur im Ansatz vermuten, dass die Befragung nicht 100-prozentig anonym ist, ist eine Befragung hinausgeworfenes Geld, da die Antworten dann zum Teil nicht ehrlich sind und das Ergebnis nicht den Tatsachen entspricht.

Internetbefragungen

Mitarbeiter befürchten, wenn sie die Fragen online beantworten, dass eventuell im Firmenserver feststellbar ist, wer welche Antworten gegeben hat.

Auslosung der Mitarbeiter

Ein weiterer Fehler ist die Auslosung der Mitarbeiter zur Befragung. Auch hier herrscht sofort ein Misstrauen, ob mit der Auslosung alles rechtens zugeht oder ob nicht doch vielleicht bewusst ausgewählt wurde.

Kein Vergleich zwischen Führungskräften und Mitarbeitern

Oftmals werden die Angaben von Führungskräften und Mitarbeitern zusammen ausgewertet. Sie können dann aus dem Ergebnis nicht ersehen, wo und inwiefern die Meinungen von den Führungskräften von denen der Mitarbeiter abweichen.

Rückmeldung dauert zu lange

Wer an einer Befragung teilnimmt, ist verständlicherweise neugierig, welches Ergebnis dabei herausgekommen ist. Deshalb sollte das Ergebnis oder zumindest eine Grobanalyse möglichst zeitnah erscheinen.

Mangelnde oder keine transparente Ergebnisinformation

Mitarbeiter wollen kurz und prägnant über das Ergebnis der Umfrage informiert werden. Sie sind genervt, wenn sie mit Datenmüll überschüttet werden. Wenn keine adäquate Information über das Ergebnis kommt, fühlen sie sich übergangen, da ihre Meinung nicht anerkannt bzw. gewürdigt wird.

Nach der Umfrage passiert nichts

Mitarbeiter erwarten nicht, dass von heute auf morgen alles in Ordnung ist. Sie wollen lediglich sehen, dass man zumindest beginnt, bei Bedarf Optimierungen vorzunehmen, wo Missstände aufgezeigt wurden.

Mangelnde Anerkennung und Wertschätzung

Enttäuschung und Missmut kommen auch dann auf, wenn positive Ergebnisse nicht gewürdigt werden. Mitarbeiter schätzen es, für die erbrachten Leistungen gewürdigt zu werden. Das erhöht die Loyalität.

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